Warum du deinen Online Kurs verkaufen solltest, bevor er fertig ist

Wenn du einen Online Kurs verkaufen willst, dann ist Pre-Selling (zu deutsch: Vorverkauf) eine großartige Möglichkeit ihn gewinnbringend zu verkaufen. Denn es gibt kaum etwas schlimmeres als einen Online Kurs zu erstellen, den dann niemand kaufen will.

Schließlich plant niemand einen Online Kurs zu erstellen, der sich nicht verkauft.

Aber wenn man es versäumt den Verkauf des Kurses zu planen, läuft man Gefahr, nach der Veröffentlichung nur sehr wenige (wenn überhaupt) Verkäufe zu erzielen.

99.7% aller Online Kurse werden so erstellt

In den meisten Fällen läuft der Prozess der Erstellung und Veröffentlichung eines Kurses in etwa so ab.

  1. Du hast eine Idee für einen Online Kurs und hälst deine Kursidee für großartig.
  2. Aus diesem Grund entschließt du dich ihn zu erstellen.
  3. Du investierst viel Zeit und Geld für die Ausrüstung und Software und um die Inhalte aufzunehmen und zu bearbeiten.
  4. Du verbringst mehrere Wochen (vielleicht sogar Monate) mit der Aufzeichnung und Bearbeitung deiner Kursinhalte.
  5. Du richtest deine Website inkl. Mitgliederbereich für den Online Kurs ein, veröffentlichst ihn und bist bereit für deine ersten Kunden.
  6. Du beginnst mit der Bewerbung deines Kurses, in der Hoffnung, dass du die ersten Verkäufe erzielen wirst.

Aber trotz all deiner Bemühungen kauft niemand deinen Kurs.

Der Launch deines Online Kurses ist ein komplettes Desaster. All die Zeit, Mühe und Ressourcen die du in die Erstellung deines Kurses gesteckt hast, waren umsonst.

Eine ziemlich schreckliche Situation, oder?

Wenn du diese Situation schon einmal erlebt hast, dann kann ich mit dir fühlen. Die gute Nachricht ist, dass du das nicht noch einmal erleben musst.

Wenn du noch nie in so einer Situation gewesen bist, dann habe ich eine noch bessere Nachricht für dich: Du musst sie nie erleben.

Um zu vermeiden, dass niemand deinen Online Kurs kauft besteht darin, das du deinen Online Kurs verkaufst, bevor du ihn erstellst.

Dieser Ansatz wird oft als Pre-Selling bezeichnet und ist eine der besten Möglichkeiten, um sich davor zu schützen, deine Zeit mit der Erstellung eines Kurses zu verschwenden, den niemand haben will oder für den niemand zu zahlen bereit ist.

In diesem Artikel zeige ich dir, warum der Vorverkauf deines Online Kurses entscheidend für deinen Erfolg als Online Kursersteller ist.

Warum du deinen Online Kurs verkaufen solltest, bevor du ihn erstellst

Eines vorne weg: Etwas zu verkaufen, bevor man es erstellt, ist kein neues Konzept.

Einzelpersonen und Organisationen auf der ganzen Welt haben bereits verschiedene Produkte und Dienstleistungen verkauft, bevor sie sich zu deren Erstellung verpflichtet haben.

Auf diese Weise bestätigen sie die Nachfrage nach ihren Ideen im Voraus, bevor sie die nötige Zeit und die Ressourcen investieren, um sie zu erstellen.

Crowdfunding ist ein perfektes Beispiel dafür. Dank Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo können Innovatoren und Unternehmer ihre Idee der Welt präsentieren und im Voraus Geld von Menschen (auch Geldgeber genannt) sammeln, um die Umsetzung zu finanzieren.

Wenn du genügend Geldgeber findest, kannst du das Projekt in Angriff nehmen und hast bereits deine ersten Kunden.

Wenn sie ihre Finanzierungsanforderungen nicht erfüllen, verbessern oder verfeinern sie oft ihre Idee, verbessern oder verfeinern ihr Marketing oder geben das Projekt ganz auf.

Käufe von echten Kunden sind die ultimative Form der Marktvalidierung.

Wenn niemand bereit ist für deinen Online Kurs zu bezahlen, dann ist die Nachfrage nach deinem Kurs noch nicht bestätigt worden.

Dieser entscheidende Schritt der Validierung deiner Kursidee ist leider derjenige, den viele Online-Kursersteller vergessen oder nur stiefmütterlich behandeln.

Vorteile des Pre-Sellings

Hier sind einige der wichtigsten Vorteile des Pre-Sellings, bevor du mit der Kurserstellung beginnst:

Schone deine Zeit und Ressourcen

Das Erstellen und Verkaufen eines Online-Kurses kann schnell zu einem ressourcenintensivem Unterfangen werden.

Es ist wichtig sicherzustellen, dass die Zeit und das Geld die du für die Erstellung eines Online Kurses aufwendest nicht anderweitig besser genutzt wird.

Durch das Pre-Selling deines Kurses minimierst du das Risiko deine Zeit und dein Geld in ein Projekt zu investieren, das ein Flop ist. So verpasst du auch nicht die Chance dein Business auf andere Weise auszubauen.

Finanzspritze für deinen Online Kurs

Wenn du deinen Online Kurs im Voraus verkaufst, dann kannst du die Einnahmen aus diesen Verkäufen zur Finanzierung der Erstellung und Werbung für deinen Kurs verwenden, so dass dir keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Sofortiges Feedback

Je eher du deine Zielgruppe in die Validierung und Erstellung deines Online Kurses einbeziehst, desto eher kannst du einen Kurs erstellen, der auf die tatsächlichen Wünsche und Anforderungen eingeht (und nicht auf dem, was du glaubst, was sie wollen).

Baue eine Kundenliste auf

Wenn du deinen Online Kurs vor der Erstellung bewirbst, dann kannst du eine E-Mail-Liste mit Kunden aufbauen.

Sobald dein Online Kurs fertig ist, kannst du einfach eine E-Mail an die Personen senden, die bereits dafür bezahlt haben. Dadurch hast du von Anfang an bereits deine ersten Teilnehmer.

Aufregung und Verantwortung

Nicht zu wissen, ob jemand an deinem Online Kurs interessiert ist, wird häufig als Ausrede genommene für die Nicht-Erstellung des Online Kurses.

Schon am Anfang eine handvoll interessierter Käufer zu haben, bevor du den Online Kurs erstellt hast, ist der beste Motivator, um ihn tatsächlich zu erstellen.

Denn wenn du weißt, dass die Leute die dich bezahlt haben und darauf warten, dass du den Online Kurs erstellst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du den Kurs auch wirklich erstellst.

Wie du die Marktnachfrage für dein Kursthema ermittelst

Hier sind zwei spezifische Strategien, um die Nachfrage nach deinem Kursthema zu ermitteln, bevor du viel Zeit und Ressourcen in deren Erstellung investierst:

Online Kurs verkaufen, bevor du ihn erstellst (Pre-Selling)

In diesem Szenario denkst du dir einen Titel für deinen Online Kurs aus und skizzierst den Inhalt, den du darin vermitteln willst. Anschließend stellst du den Kurstitel und den Entwurf deiner Zielgruppe vor (z. B. in einem Webinar).

Lege einen Preis für deinen bald erscheinenden Online-Kurs fest und habe ein konkretes Verkaufsziel vor Augen, das die Erstellung des Kurses rechtfertigen würde.

Wenn du z.B. 500 Euro für deinen Kurs verlangen willst, dann solltest du dir das Ziel setzen 10 Kunden zu gewinnen (5.000 Euro Umsatz), bevor du dich zur Erstellung des Kurses verpflichtest.

Wenn du nicht in der Lage bist die 10 Kunden zu gewinnen, dann erstattest du ihnen einfach den Kaufpreis zurück und erklärst ihnen, dass das Interesse an deinem Kurs nicht groß genug war, um die Erstellung zu rechtfertigen.

Du kannst beispielsweise Mentortools verwenden, um die Verkaufsseite für deinen bald erscheinenden Kurs zu erstellen und Zahlungen einzuziehen.

Wichtig bei diesem Ansatz:

Wenn du deinen Online-Kurs verkaufst bevor du ihn erstellt hast, dann solltest du darauf vorbereitet sein, ihn tatsächlich in dem Zeitrahmen zu erstellen, den du deinen Kunden versprochen hast.

Wenn du deinen Kunden nicht das lieferst, was du ihnen versprochen hast, wird es nicht lange dauern, bis die ersten Beschwerden und Rückerstattungsanträge eintrudeln.

Das wäre natürlich keine gute Ausgangssituation. Ein paar negative Online-Bewertungen über dich können deinem Ruf wirklich schaden und die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Kunden in Zukunft etwas von dir kaufen.

Einen Pilotkurs starten

Ein weiterer Ansatz ist die Erstellung eines Minimum Viable Course (MVC) und bedeutet folgendes:

„Ein Minimum Viable Product ist eine Produktversion, die gerade so viele Funktionen aufweist, dass die ersten Kunden zufrieden sind und Feedback für die künftige Produktentwicklung liefern.“

Man kann ihn auch als Pilotkurs bezeichnen. Fernsehsender wenden diese Pilotstrategie ständig an.

Bevor sie sich zur Produktion einer ganzen Serie verpflichten, erstellen sie einen Pilotfilm (eine eigenständige Episode einer geplanten Fernsehserie). Dieser Pilotfilm dient als Test, um festzustellen, ob die Serie erfolgreich sein wird.

Wenn die Pilotfolge ein Flop ist, gibt der Fernsehsender die Serie in der Regel auf und spart dabei Millionen von Euro an Produktions- und Marketingkosten.

Der Zweck der Erstellung eines Pilotkurses besteht darin zu beweisen, dass die Menschen bereit sind für einen Kurs zu dem von dir gewählten Thema zu zahlen.

Des Weiteren willst du auch Feedback und Erfahrungsberichte von deinen Kursteilnehmern erhalten.

Anhand der Fragen und Rückmeldungen deiner Kursteilnehmer kannst du deinen Online Kurs verbessern, indem du den Inhalt verfeinerst oder zusätzliche Module, Lektionen und Ressourcen hinzufügst.

Preisgestaltung für deinen Pilotkurs:

Verkaufe deinen Pilotkurs zu einem niedrigeren Preis als den, den du letztendlich verlangen willst. Denke daran, dass es sich um deinen Pilotkurs handelt, also einem Minimum Viable Course.

Daher ist es nur fair deiner ersten Gruppe von Kursteilnehmern einen reduzierten Preis anzubieten. Du kannst deine erste Gruppe von Kursteilnehmern auch als Betatester bezeichnen und die Anzahl der Teilnehmer begrenzen.

Wenn du deinen Kurs verbesserst und weitere Inhalte hinzufügst und mehr positive Erfahrungsberichte von Teilnehmern sammelst, die deinen Kurs abgeschlossen haben, dann kannst du den Preis zukünftig auch erhöhen.

Fazit

Jeder der einen Online Kurs verkaufen will wird ein komisches Gefühl haben etwas zu verkaufen, bevor man es geschaffen hat.

Aber glaube mir, es ist viel besser deiner Zielgruppe die Idee für deinen Online Kurs vorzustellen und dann festzustellen, dass sie nicht daran interessiert ist, als viel Zeit und Geld in die Erstellung eines Online Kurses zu investieren, den niemand kauft.

Wenn sich niemand für dein Kursthema interessiert, dann teste einfach ein anderes Thema oder suche dir eine andere Zielgruppe (bestimmt hast du ein gutes Thema, es aber den falschen Leuten vorgestellt).

Wenn du einer Gruppe von Vegetariern einen Kurs anbietest, in dem es darum geht, wie man ein gutes Steak zubereitet, ist das ein Beispiel für die Inkongruenz zwischen Kursthema und Zielgruppe.

Die Erstellung eines Pilotkurses funktioniert ebenfalls gut. Anstatt einen Online Kurs zu erstellen bei dem du glaubst das er gut und vollständig ist, kannst du Kursteilnehmer in den Erstellungsprozess einbeziehen.

Wenn du dann die verbesserte und komplette Version deines Online Kurses zu einem höheren Preis auf den Markt bringst, weißt du, dass es ein großer Erfolg sein wird, weil du sie auf der Grundlage des Feedbacks und der Fragen echter Kunden erstellt hast.

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