Digitale Infoprodukte: 8 Lektionen aus meinen Verkäufen

Digitale Infoprodukte verkaufen

Digitale Infoprodukte sind relativ einfach zu erstellen und zu vermarkten.

Als ich meine ersten digitalen Infoprodukte verkaufen wollte, machte ich wohl jeden Fehler den man machen kann.

Aber das finde ich gar nicht so schlimm. Sie gehören einfach dazu, wenn du dich weiterentwickeln willst.

Deshalb bin ich der Meinung, dass Fehler gemacht werden müssen, ohne dass man sich dafür schämen muss.

Digitale Infoprodukte verkaufen

Im heutigen Blogartikel will ich dir von meinen Erfahrungen erzählen, die ich während meiner ersten beiden Produkt-Launchs mit digitalen Infoprodukten gesammelt habe.

Ich habe bereits in meiner Story erwähnt, wie ich in 2010 meine ersten Euros im Internet verdient habe.

Und da geht es genau um diese digitalen Infoprodukte, von denen ich dir jetzt berichten werde.

Was sind digitale Infoprodukte?

Digitale Infoprodukte sind Produkte, bei denen das wichtigste Merkmal die Vermittlung von Wissen ist.

Normalerweise werden diese Produkte digital verkauft und können von deiner Website heruntergeladen werden.

Da “Information” der wichtigste Bestandteil eines Infoproduktes ist, haben sie oft keine physische Form.

Folgende Formen von digitalen Infoprodukten gibt es:

In manchen Fällen sind digitale Infoprodukte nicht digital.

Coaching oder Mentoring als Produkt ist ein Beispiel für nicht-digitale Infoprodukte (genauso wie persönliche Veranstaltungen).

In den Tagen vor dem Internet war es üblich, “Online Kurse” auf DVDs zu verkaufen.

Lektion #1: Die heilige E-Mail Liste

Es gibt wohl keinen Internet Marketer auf diesem Planeten, der die E-Mail Liste nicht heiliggesprochen hat.

E-Mail Marketing und Infoprodukte verkaufen

Viele Anfänger befolgen auch diesen Rat, nur habe ich das damals nicht für besonders wichtig gehalten.

Schließlich wollte ich digitale Infoprodukte verkaufen und nicht zum E-Mail-Sammler mutieren.

Aus heutiger Sicht war das ein riesen Fehler!

Keine Liste, keine Community. Keine Community, keine Umsätze.

Meine Käufer hatten also keinen Grund oder Anreiz erneut auf meine Seite zu kommen.

Mit Hilfe einer E-Mail Liste hätte ich sie über weitere Angebote informieren können.

Heute hätte ich mein Produkt schon weit vor dem Launch im Internet vermarktet und alle Interessenten auf eine Squeeze-Page geleitet, auf der sie sich für weitere Launch-Updates in eine E-Mail Liste eintragen.

Warum ist die Liste aber so wichtig?

Nun, es gibt viele Gründe:

1. Es sind potenzielle Käufer, die sich in die Liste eintragen, weil sie sich für das Produkt interessieren. Sie sind also bereit, Geld für die Lösung eines Problems auszugeben.

2. Wer schon mal bei dir gekauft hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft noch mal was von dir kaufen. Mit Hilfe der E-Mail Liste kannst du direkt über neue Produkte und Launches informieren.

3.) Angenommen dein Blog oder deine Website ist von heute auf morgen nicht mehr erreichbar. Alle Abonnenten deiner Liste suchen dich vergeblich.

Was nun?

Jetzt musst du wieder von ganz vorne anfangen.

Mit Hilfe der Liste kannst du deine Abonnenten umgehend erreichen und ihnen erzählen was passiert ist.

Ohne Liste müsstest du wieder bei Null anfangen.

Lektion #2: Den richtigen Preis finden

Den richtigen und angemessenen Preis für sein digitales Infoprodukt zu finden, ist keine einfache Sache.

Preisfindung bei digitalen Infoprodukten

Ohne das Testen von verschiedenen Preisen wirst du nicht wirklich viele digitale Infoprodukte verkaufen.

Ich habe damals mit 10 Euro angefangen mein 37-seitiges Infoprodukt zu verkaufen.

Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich bereits die ersten Verkäufe gehabt.

Dann habe ich mir überlegt, ob sich mein Infoprodukt auch für 17 Euro verkaufen lässt.

Gesagt, getan.

Die Leute kauften immer noch.

So ging das Spielchen weiter und ich erhöhte den Preis für mein digitales Infoprodukt bis auf 37 Euro.

Dann merkte ich, dass die Obergrenze erreicht war.

Obwohl ich hier und da mein Infoprodukt für 37 Euro verkauft habe, so war es in Summe nicht so viel Umsatz wie bei einem Verkaufspreis von 20 Euro.

Deswegen bin ich dann auch bei 20 Euro geblieben.

Lektion #3: Die Konkurrenz niemals unterschätzen

Als ich damals angefangen habe, hat mich die Konkurrenz überhaupt nicht interessiert.

Ich habe mich nur auf mich konzentriert.

Das war ein Fehler!

Wer digitale Infoprodukte verkaufen will, dem darf dieser Fehler nicht passieren.

Der Fehler hat mich viel Zeit und Nerven gekostet.

Denn mit einer vernünftigen Konkurrenzanalyse wären mir einige graue Haare erspart geblieben.

Jetzt schaue ich mir die Konkurrenz genau an und analysiere sie bis ins Detail.

  • Was bieten sie, das ich nicht biete?
  • Wie sind ihre Preise?
  • Was machen sie gut, was ich noch besser machen kann?
  • Wo buhlen sie um Kunden?
  • Was ist deren USP?
  • und so weiter…

Meine Lektion: die Konkurrenz darf niemals aus den Augen gelassen werden, sowohl vor, während und nach dem Launch.

Lektion #4: Das Endergebnis sollte klar und deutlich sein

Es gibt nichts Schlimmeres als ein digitales Infoprodukt zu erstellen, wenn das Endergebnis nicht eindeutig zu verstehen ist.

Gut, mir war schon klar was ich verkaufe und an wen ich es verkaufen will.

Allerdings war es für meine Zielgruppe nicht so eindeutig zu verstehen wie für mich.

Selbst wenn mich Freunde gefragt haben was ich da verkaufe, habe ich 5-10 Minuten für Erklärungen gebraucht.

Das war viel zu lange.

Wenn du das Endergebnis (Outcome) in einem Satz wiedergeben kannst, dann ist die Botschaft angekommen.

Apple hat das eindrucksvoll bewiesen, als es das erste iPod vorgestellt hat.

Anstatt von Gigabyte, Display-Größen, Speicherplatz etc. zu reden, haben sie einfach folgendes gesagt:

1000 Songs in der Hosentasche Apple

Quelle: ipod.se

Und genau so bildlich und unkompliziert musst du dein Endergebnis rüberbringen.

Lektion #5: Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt

Egal, was du machen willst oder wie du es machen willst.

Es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt!

Du willst digitale Infoprodukte verkaufen?

Prima!

Lege gleich los!

Ich hätte mit meinem Produkt-Launch gut und gerne schon 1-2 Monate früher starten können.

Aber ich war noch nicht mit der Verkaufsseite zufrieden und als das dann passte, hat mir die Grafik nicht mehr gefallen.

Dadurch sind mir viele Verkäufe entgangen.

Veröffentliche deine Verkaufsseite, wenn sie zu 80% fertig ist.

Deine Ziel sollten nicht 100% sein, denn im Grunde wirst du immer etwas finden, dass dir nicht gefällt.

Das wird dich ausbremsen und im schlimmsten Fall soweit bringen, dass du die Lust und Motivation verlierst weiter zu machen.

Also, selbst wenn dein Produkt noch nicht fertig oder abgeschlossen ist, kannst du bereits beginnen zu verkaufen.

Wie ich bereits in Lektion #1 geschrieben habe, kannst du deine Interessenten auf eine Squeeze-Page weiterleiten und E-Mail-Adressen von ihnen sammeln.

Sobald das Produkt für den Launch fertig ist – raus damit!

Lektion #6: Die Macht des Networking

Gerade als Newbie bist du sehr schnell aufgeschmissen, wenn dich noch niemand kennt.

Deshalb ist es wichtig, dass du rechtzeitig mit dem Networking (vernetzen mit anderen aus deiner Branche) beginnst.

Networking um digitale Infoprodukte zu verkaufen

Folge anderen Blogs, vernetze dich auf Facebook, Instagram, Youtube oder LinkedIn mit ihnen.

Ganz wichtig ist, dass du nicht nach einem Gefallen oder ähnlichem fragst.

Das kommt gar nicht gut an. Außerdem ist dir niemand einen Gefallen schuldig.

Stattdessen erzählst du ihnen, was du zu bieten hast, um deine Aufmerksamkeit zu erhöhen.

Lass es langsam, aber kontinuierlich angehen, sodass du nicht in Vergessenheit gerätst.

Irgendwann wird dann der Zeitpunkt kommen, an dem es zu einer Zusammenarbeit kommen kann.

Lektion #7: Verabschiede dich vom Perfektionismus

Perfektionismus ist in meinen Augen nichts, das dich geschäftlich weiter bringt.

Unsere Gesellschaft ist nicht für Perfektionisten gemacht.

Früher oder später gehen sie daran kaputt.

Auch ich musste erst lernen mich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und das Perfektionismus mich nirgendwo hinführt.

Fehler werden schnell gemacht, aber auch schnell verziehen.

Niemand nimmt es dir übel, wenn nicht alles 100%ig ist.

Perfektionismus bremst dich und deine Träume aus.

Lektion #8: Aufgeben ist keine Option

Am Anfang ist die Motivation groß und die Vorstellungskraft von dem was man erreichen will überwältigend.

Aber leider lässt die Motivation auch schnell wieder nach, wenn es mal nicht weiter geht oder andere Dinge in unserem Leben das Tagesgeschehen bestimmen.

Viel wichtiger als Motivation ist in meinen Augen eine eiserne Disziplin zu entwickeln.

Die Disziplin zu haben, trotzdem weiter zu machen, auch wenn man kein Bock hat und lieber im Bett bleiben will, wird dich an deine Ziele führen.

Wenn dir mal die Motivation ausgeht und du nicht weiter weißt, dann lies dir mal die besten Motivationssprüche durch.

Die bringen dich wieder auf die richtige Spur.

Fazit

Das waren meine 8 Lektionen, die aus meinen produkt-Launches gelernt habe. Ich hoffe, dass dir meine Tipps weiterhelfen werden und als Inspiration dienen.

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Was waren deine wichtigsten Lehren beim Verkauf von digitalen Infoprodukten? Schreibe es unten in die Kommentare.

 

14 Gedanken zu „Digitale Infoprodukte: 8 Lektionen aus meinen Verkäufen

  1. Nur aus Fehlern kann man lernen. Gut, dass es nicht die eigenen Fehler müssen 🙂

    Danke für den Post!

    PS | ist es eigentlich so gewollt, dass man gar nicht sehen kann, von welchem Datum dieser post ist?

    1. Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Es fällt mir nach wie vor nicht immer leicht und deshalb arbeite ich täglich daran mir ein bisschen Zeit für solche Dinge zu schaffen.

    1. Gerade im Sommer, wenn es draussen schön ist, fällt es nicht sehr leicht. Im Herbst, Winter und Frühling bin ich deutlich produktiver.

  2. Danke für diesen Artikel. Ich bin gerade in der Erstellung meines lange geplanten Produkts. Auf die Idee, vor dem Launch bereits eine Squeeze-Page zu erstellen wäre ich nie gekommen. Einfach genial!
    Danke dafür 🙂
    Das lässt sich auch gleich mit Umfragen und Co. verbinden, um die Zielgruppe und ihre Probleme besser kennen zu lernen.

  3. Hey cooler Beitrag Marc! Ja das mit der Motivation ist so ne Sache:D . Ich Grunde ist man nur Anfangs motiviert, diese Anfangsmotivation lässt wie du sagst schnell nach und danach ist es einfach nur Durchhaltevermögen. Das ist eben die Kunst daran, trotz der fehlenden Motivation weiter zu machen. Ich bin momentan an meiner Seite: dran, einfach durchziehen irgendwann lohnt es sich. Kleine Anmerkung noch wenn ich auf deiner Webseite alle Cookies zulassen will lädt die Seite neu und fragt dann erneut ob ich alle Cookies zulassen will so konnte ich deine Seite nur anschauen wenn ich nur die essentiellen Cookies erlaube. Grüße Nico

    1. Hey Nico, interessante Seite die du da hast. Spannendes Thema. 🙂 Und vielen Dank mit dem Cookie-Hinweis. Dir viel Erfolg und jede Menge Durchhaltevermögen.

  4. Sehr informativer Beitrag. Punkt Acht ist unfassbar wichtig, daran scheitern die meisten. Sie sehen das sie kurzfristig nicht die Erfolge haben die sie sehen wollen und lassen es dann einfach. So wird das natürlich nichts. Punkt 7 ist aber auch sehr wichtig. Wie du schon geschrieben hast sind Fehler völlig normal nur wird es dir nichts bringen endlos lange an dem selben Projekt zu bleiben. Man muss es nur beim nächsten Mal besser machen.

    LG

    Elias

    1. Hey Elias, freut mich, dass dir der Artikel gefällt. 🙂 Punkt 7 und 8 sind in meinen Augen enorm wichtig, aber auch nicht die einfachsten in der Umsetzung. Beste Grüße, Marc

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