Impressumspflicht bei E-Books – Das musst du wissen und beachten

Impressumspflicht bei E-Books

Ich habe bereits sehr viel über die Erstellung, Formatierung und Veröffentlichung von E-Books geschrieben und wie das Self-Publishing bei Amazon funktioniert.

Einen ganz wichtigen Punkt habe ich bisher noch ausser Acht gelassen.

Muss ich ein Impressum in meinem E-Book angeben?

Bevor du jetzt weiter liest, beachte bitte folgenden Hinweis:

An dieser Stelle weise ich daraufhin, dass dieser Artikel keine Rechtsbelehrung darstellt. Ich zeige dir, welche Maßnahme und Quellen ich nutze, um meine E-Books nach bestem Wissen und Gewissen sicher zu machen, dass ich nicht abgemahnt werde. Aus diesem Grund rate ich dir, dass du dir persönlichen Rat bei einem Fachmann holst.

In diesem Blogartikel lernst du folgendes:

  • Was kann passieren, wenn ich kein Impressum angebe?
  • Wie schreibe ich ein Impressum für mein E-Book?
  • Welche Institution legt fest, was in das Impressum reingehört?
  • Wie schütze ich mich vor Abmahnungen?

Auch E-Books können abgemahnt werden

Wer gedacht hat, dass elektronische Bücher nicht abgemahnt werden können, der irrt gewaltig.

Wie auf einer Webseite müssen auch bei einem E-Book bestimmte Angaben gemacht werden. Das sind beispielsweise Quellenangaben bei der Verwendung von fremden Bildern oder die richtige zitierweise. Ausserdem besteht eine Impressumspflicht bei E-Books!

Wer hätte das gedacht?

Das Impressum in einem E-Book unterscheidet sich aber von dem einer Webseite, weil es von zwei verschiedenen Institutionen festgelegt wird.

Abmahnungen im Internet

Leider häufen sich Abmahnung im Internet immer häufiger.

In den meisten Fällen sind Webseitenbetreiber von Blogs oder Online-Shops betroffen, die im Visier der Abmahnhaie stehen. Aufgrund der häufig nicht eindeutigen Rechtslage im Internet, finden gewiefte Anwälte immer wieder Lücken, um Abmahnung zu verschicken. Die einen handeln im Kundenauftrag (Konkurrenz), andere aufgrund der lukrativen Einnahmen.

Wie kannst du dich also davor schützen?

Grundsätzlich darfst du das Impressum eines E-Books nicht mit dem einer Webseite vergleichen.

Das sind zwei unterschiedliche Schuhe!

Das Telemediengesetz (TMG) legt fest, was in ein Impressum für Webseiten gehört. Bei einem E-Book wird das vom Landespressegesetz geregelt.

Das Landespressegesetz regelt, was in ein Impressum für E-Books gehört

Das Landespressegesetz ist kein einheiltliches Gesetz, dass für alle Bundesländer gilt! Je nach Wohnort des Autors, muss er den Angaben seines Bundeslandes folgen.

Beispiel:

Da ich meinen Wohnsitz in Baden-Württemberg habe, gilt für mich das Landespressegesetz für Baden-Württemberg. Darin steht in § 8 Impressum folgendes:

(1) Auf jedem im Geltungsbereich dieses Gesetzes erscheinenden Druckwerk müssen Name oder Firma und Anschrift des Druckers und des Verlegers, beim Selbstverlag des Verfassers oder des Herausgebers, genannt sein. […]“

Die wahrheitsgemäßen Angaben sind vorallem für alle Self-Publisher wichtig, die unter einem Pseudonym schreiben. Der Künstlername kann nach wie vor auf dem Buchcover stehen. Im Buch selbst (am Anfang oder am Ende) muss dann das Impressum mit dem richtigen Namen und der Postanschrift angegeben werden.

Matthias Matting hat hierzu ebenfalls einen sehr informativen Blogartikel geschrieben, den ich dir empfehlen kann. Hier kannst du seinen Artikel durchlesen.

Mein Fazit

Also, nicht vergessen: Immer seinen richtigen Namen mit Anschrift im E-Book angeben. Je nach Bundesland können Abweichungen bzw. Ergänzungen erfolgen. Daher am Besten nochmal nachlesen, welche Voraussetzung für dein Bundesland gelten.

Ich empfehle dir auch sich regelmäßig im Internet über die rechtlichen Angelegenheiten zu informieren und Ungereimtheiten einen Anwalt zu konsultieren.

Viel Erfolg bei der Umsetzung. 🙂

Du kennst jemanden der ein E-Book geschrieben hat und diese Info gebrauchen kann? Dann freue ich mich über das Teilen dieses Blogartikels mit deinem Freund.

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6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Mir ist kein einziger Fall in Deutschland bekannt, bei dem tatsächlich jemand wegen fehlenden Impressums abgemahnt worden ist. Da Abmahnanwälte sich selbst im semi-legalen Bereich bewegen, müssen sie wie die Heuschrecken an die Identitäten kommen. Das klappt über IP-Adressen ganz gut, dürfte bei Amazon in der Praxis aber deutlich schwieriger werden.

    1. Also ich würde es nicht darauf ankommen lassen, dass mir erst eine Abmahnung ins Haus flattert. Hinterher ärgert man sich dumm und dämlich, dass man kein Impressum angegeben hat. 😉 Daher geht meine Empfehlung klar in die Richtung, dass ein Impressum angegeben wird.

      1. Wo ich gerade diesen Artikel lese, kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen:

        JPGs als Impressumsangabe auf einer Webseite sind einer DER Abmahnklassiker. Google das mal. Lieber die Impressumsseite auf nofollow setzen, damit dein Name nicht in Suchmaschinen auftaucht.

        1. Hey Jonas,

          danke für den Hinweis. Wusste ich bisher nicht und werde es ändern.
          Gibt es einen Grund, warum keine JPGs verwendet werden dürfen?

          Viele Grüße
          Marc

          1. Hi,

            ja, der Grund ist, dass es nach dem Gesetz nicht „barrierefrei“ ist. Du brauchst einen Bild-Interpretierer (Browser), um die Graphik anzuzeigen und musst zudem sehen können. Ein sehbehinderter Mensch, der sich deine Seite (den Textinhalt) von Hilfssoftware vorlesen lässt, hat keine Chance an deine Urheberinfo ranzukommen, wenn sie in einer Graphik steckt.

            Barrierefrei bedeutet „plain text“ und copy/paste ist möglich und nicht durch Javascript oder so unterbunden.

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